Neun Forderungen zum SGB IX an die nächste Bundesregierung und den nächsten Deutschen Bundestag

Der VdK und das Bundesnetzwerk SBV sehen dringenden Handlungsbedarf und stellen ihre zentralen behindertenpolitischen Forderungen für die kommende Legislaturperiode vor, die aus ihrer und der Sicht der mitzeichnenden Organisationen und Verbände in den nächsten Koalitionsvertrag aufgenommen und von der kommenden Bundesregierung umgesetzt werden müssen:

1. Die Überarbeitung und Weiterentwicklung der Feststellung einer Behinderung muss durch ein interdisziplinär besetztes und partizipativ ausgerichtetes Gremium erfolgen!

2.Ausgleichabgabe für Unternehmen, die ihrer Beschäftigungspflicht nicht oder unzureichend nachkommen, erhöhen!

3. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) stärken!

4. Personelle Maßnahmen ohne die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung müssen unwirksam sein!

5. Arbeit der Schwerbehindertenvertretungen stärken, auch in kleinen und mittleren Unternehmen!

6. Besonderen Kündigungsschutz für Menschen mit Behinderung stärken!

7. Barrierefreiheit muss verpflichtend werden!

8. Die Partizipation behinderter Menschen und ihrer Verbände bei den Sozialleistungsträgern muss verbessert werden!

9. Die Versorgungsstruktur muss gemeinde- und betriebsnah sein!

Folgende Organisationen, Arbeitsgemeinschaften von Schwerbehindertenvertretungen auf Bundes- oder Landesebene, branchen- und unternehmensbezogene Arbeitskreise (in alphabetischer Reihenfolge) teilen und unterstützen diese Forderungen an die Bundesregierung und den Bundestag:

  • Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen in NRW e.V.
  • Arbeitskreis der Schwerbehindertenvertretungen aus der Automobilindustrie
  • Arbeitskreis Behindertenpolitik der IG Metall Bremen
  • Arbeitskreis IBW – Interessengemeinschaft Behindertenvertreter deutscher Wirtschaftsunternehmen DAX 40+
  • Gesamtschwerbehindertenvertretung für das Land und die Stadt Bremen
  • Konzern- und Gesamtschwerbehindertenvertretung Daimler
  • SNOBO – Netzwerk von Schwerbehindertenvertretungen

Rehadat Pressemitteilung

Das Portal REHADAT-Gute Praxis – mit vielen Beispielen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung – ist mit neuem Layout, erweiterten Inhalten und für mobile Endgeräte optimiert online gegangen.

Nutzerinnen und Nutzer finden unter www.rehadat-gutepraxis.de:

  • 900 Beispiele gelungener Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Unternehmen in Deutschland
  • Anregungen für eine optimale individuelle Arbeitsgestaltung, zum Übergang von der Schule in den Beruf sowie zu Aus- und Weiterbildung oder Umschulung von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsarten (körperliche, geistige, psychische und Sinnesbehinderungen) – z. B. Informationen zu Maßnahmen, zu eingesetzten Hilfsmitteln und zur finanziellen Förderung
  • Praxisnahe Interviews mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, Beschäftigten und Fachleuten
  • Anschauliche Best-Practice-Videos
  • Inklusionsvereinbarungen und Aktionspläne von Unternehmen aus vielen Branchen
  • Beschreibungen von modellhaften Beschäftigungen – ausgehend von der Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu neuen Ansätzen zur beruflichen Teilhabe
  • Möglichkeiten der Beteiligung: Betriebe und Interessenvertretungen können ihre eigenen guten Beispiele schnell und einfach zur Veröffentlichung übermitteln

Dazu REHADAT-Projektleiterin Andrea Kurtenacker: „REHADAT-Gute Praxis bietet einen umfangreichen und konkreten Überblick über die vielen guten Beispiele zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Unternehmen in Deutschland. Wir hoffen sehr, dass wir mit diesen Informationen noch viele weitere Betriebe erreichen, inspirieren und motivieren können.“

Hier können Sie das Portal aufrufen: www.rehadat-gutepraxis.de.

Kontakt: Anja Brockhagen, Tel. 0221 4981-845, E-Mail: brockhagen@iwkoeln.de

Podcast zum Thema Bundesnetzwerk

Thema: Neues Bundesnetzwerk der Schwerbehindertenvertretungen (BNW SBVGesprächspartner:

 Alfons Adam, Daimler AG

von und mit Dr. Regina Richter, ipeco Hamburg

Ich habe schon einmal hier im Podcast mit Alfons Adam gesprochen – vor ca. einem Jahr. Damals ging es im Schwerpunkt um das Thema Betriebliches Eingliederungsmanagement bei Daimler und Alfons Adam hatte über ein politisches Positionspapier berichtet in dem es unter anderem um Forderungen zur Verbesserung der BEM-Beratungsstrukturen ging und um Unterstützung mit Vorschlägen zur Arbeitserleichterung für die Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen in den Unternehmen.

Anlass unseres heutigen Gespräches ist die Neugründung eines Netzwerkes zur Umsetzung politischer Forderungen.

Den Podcast finden Sie unter folgendem Link: https://ipeco.podigee.io/25-bem

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