Regelungen zum Bundesnetzwerk SBV

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Bremen, 07.02.2020

Ergebnisse und Regelungen des Netzwerktreffens vom 08.01.2020 in Hildesheim.

Bundesnetzwerk der Schwerbehindertenvertretungen (BNW SBV)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie schon angekündigt, haben sich die Gründungsmitglieder, einige Arbeitskreis- und Arbeitsgemeinschaften, Sprecher und ausgewählte SBVen aus unterschiedlichen Branchen zu einer Tagung in Hildesheim getroffen. Das Ziel war vorranig, dem Bundesnetzwerk Strukturen zu geben, die zukünftige Arbeitsweise festzulegen und Verantwortlichkeiten zu besprechen und zu vereinbaren.

Begrüßung durch Alfons Adam

Rückblick:

Alfons berichtet von den zurückliegenden Monaten seit der Gründung und dem riesigen Interesse von über 600 Kolleginnen und Kollegen an dem Bundesnetzwerk. Alfons sammelt die Mailadressen mit dem Einverständnis der Interessenten und dem Ziel mittelfristig keine Mailadressen mehr zu speichern, sondern nur noch über die Internetplattform zu kommunizieren. Weitere Teilnehmer berichten davon, dass Sie den Aufruf in ihren Netzwerken verteilt haben und ebenfalls nur positive Rückmeldungen erhalten haben.

Diskussion:

über die Struktur des Bundesnetzwerkes und der Frage, sollte man einen Verein gründen oder als Aktionsbündnis zu arbeiten. Es wird mehrheitlich beschlossen, das Bundesnetzwerk als ein Aktionsbündnis zu leiten und so die Verrichtung der Aufgaben abzubilden. Dazu bedarf es Regeln, die in den folgenden Absätzen beschrieben sind.

Zukünftige Organisation des Bundesnetzwerkes:

Alfons Adam übernimmt weiterhin die Aufgabe als Ansprechpartner und ist über die bekannte Mailadresse zu erreichen.

Sprecherrat:

Darüber hinaus wird beschlossen, einen Sprecherrat aus 7 Mitgliedern der Anwesenden zu wählen, der gemeinsam über die weiteren Aktivitäten des Bundesnetzwerkes entscheidet. Bei Unstimmigkeiten entscheidet eine Zweidrittelmehrheit des Sprecherrats. Zu besonderen Themen wird der Gründerkreis des Netzwerkes eingeladen oder per Umlauf beteiligt. Der Kreis geht aus den Gründungsmitgliedern und den weiteren Teilnehmern des Workshops am 08.01.2020 hervor. In den Sprecherrat werden folgende Kolleginnen und Kollegen gewählt. Alfons Adam, Silke Buchborn, Jörg Dorka, Ulrike Hepperle, Kilian Roth, Peter Sdorra und Jörg Stahl.

Internetplattform:

Es wird einstimmig vereinbart, dass die Internetplattform nur für Themen genutzt wird, die für Schwerbehindertenvertretungen in ihrer Arbeit relevant sind. Die Internetplattform soll für jeden einsehbar sein und wird von einer Gruppe, die im Anschluss gewählt wurde, inhaltlich weiter ausgestaltet. Für die Gruppe melden sich 7 Kolleginnen und Kollegen, die von den Anwesenden einstimmig bestätigt werden: Alfons Adam, Silke Buchborn, Jörg Dorka, Stephan Heinicke, Peter Sdorra, Heidi Stuffer und Günter Uhlworm. Diese Gruppe entscheidet später im Umlauf welche Inhalte auf die Internetplattform gestellt werden.

Beispiele der Inhalte der Internetplattform sind:

das BTHG, die UN-Behindertenrechtskonvention, Barrierefreiheit, behindertenpolitische Themen usw. Weiter wollen wir unser Netzwerk zu schon bestehenden Unterstützern in der Behindertenpolitik für die Arbeit der Schwerbehindertenvertretungen verlinken. Das Bundesnetzwerk ist auf Input aus der Wissenschaft, der Gewerkschaften, der Verbände, der Politik und seiner interessierten Mitglieder angewiesen, um wichtige Informationen den Schwerbehindertenvertretungen über die Internetplattform zur Verfügung zu stellen und zu teilen. Wir wollen, können und dürfen keine Beratung von Schwerbehindertenvertretungen oder Betroffenen anbieten, dafür gibt es die uns bekannten Strukturen bei den Gewerkschaften, Verbänden oder auch Anwälten. 

Kommunikation:

Wir wollen erreichen, dass wir über unsere Internetplattform in eine Kommunikation eintreten können. Uns ist bewusst, dass es noch ein weiter Weg ist. Persönliche Treffen oder Veranstaltungen wollen wir auf ein Minimum begrenzen und möglichst über die digitalen Medien kommunizieren.

Ansprechbar für die Politik in behindertenpolitischen Fragen:

Wir wollen einen Weg finden, der bis heute nicht im Gesetz verankert ist, um uns der Politik in behindertenpolitischen Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen. Nach dem Motto, nicht über uns Schwerbehindertenvertreter, sondern mit uns. Dazu werden wir weitere Gespräche aufnehmen und einen Kreis aus unseren beteiligten Arbeitskreisen und Arbeitsgemeinschaften bilden.

Zurzeit blicken wir auf folgende Arbeitskreise, Arbeitsgemeinschaften SBVen und hoffen, dass sich mittelfristig alle zur Mitarbeit bereit erklären und uns ihre Vertreter nennen.

AGSV Bund, AGSV Länder, Arbeitskreis der Schwerbehindertenvertretungen aus der deutschen Automobilindustrie, Arbeitskreis IBW Interessengemeinschaft Behindertenvertreter deutscher Wirtschafsunternehmen DAX 30, Arbeitsgemeinschaft SBV NRW, Arbeitskreis SBV Oberbayern, Arbeitskreis deutsche Stahlindustrie, Gewerkschaften, Kirche, Arbeitsgemeinschaft SNOBO, Wissenschaft und viele Schwerbehindertenvertretungen aus dem Gründerkreis.

Als nächsten Schritte werden wir uns intensiv um unsere Internetplattform kümmern, sie mit Leben erfüllen, weiter die Werbetrommel für uns rühren und uns vernetzen.

Bundesnetzwerksbv.de

Als Sprecher im Namen des Gründerkreises

Alfons Adam

Mobile +49 (0)1 60-86 70 70 2

Mailto: Alfons.A.Adam@daimler.com

Herzlich Willkommen beim Bundes-netzwerk der Schwerbehindertenvertretungen

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

auch 100 Jahre nach der gesetzlichen Verankerung der Interessenvertretung behinderter Arbeitnehmer im Gesetz und 10 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland, ist die gleichberechtigte Teilhabe von Behinderten insbesondere im Arbeitsleben noch lange nicht selbstverständlich.

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Bei Beginn und Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie der Ausgestaltung von Arbeitsplätzen für Beschäftigte mit Behinderung werden die Schutzvorschriften häufig nicht beachtet. Hier wirken die Schwerbehindertenvertretungen mit, dass Arbeitsbedingungen entsprechend den Bedürfnissen der behinderten Kolleginnen und Kollegen gestaltet werden. Damit wird die Grundlage für die gleichberechtigte Teilhabe auch am gesellschaftlichen Leben gesichert.

Hinzu kommt, dass Gesetze und andere Rechtsvorschriften zu häufig den Erfordernissen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben nicht gerecht werden.

In diesen Fällen sind umfassend informierte und aktive Schwerbehindertenvertretungen gefordert. Das bedeutet, dass wir Schwerbehindertenvertretungen uns gut vernetzen müssen, um die in unserem Bereich vorhandenen vielfältigen Ressourcen zum Wohle Aller optimal zu nutzen, aber auch, um uns in den Willensbildungsprozess bei der Entstehung von Gesetzen und deren Umsetzung einbringen zu können.

Die Idee das Bundes-NETZWERK der Schwerbehindertenvertretungen zu gründen, wurde am 26.09.2019 im Haus der IG Metall in Berlin geboren.